Der Ruf der Sehnsucht nach sich selbst

Befreit fühlen... was genau heißt das? Es geht nicht darum, "eine Methode" konsequent umzusetzen. So als würdest Du ein Rezept nachkochen.
 
Befreit fühlen ist für mich die schrittweise Rückkehr zu sich selbst. Warum könnte das wichtig sein? Wieso sich darum Gedanken machen?
 
Ich bin keine Wissenschaftlerin, doch Hirnforschung und Epigenetik sind einfach nur spannend. Und hier finden wir Bestätigung von Dingen, die wir selbst in uns drin "irgendwo" fühlen: Wir sehnen uns nach Freiheit - und das bedeutet auch: wir sehnen uns nach UNS SELBST. Nach unserem Selbstausdruck, der uns erfüllt!
 
Mit der Geburt ist alles in uns angelegt, was wir für UNSER Leben brauchen! Und diese Anlagen sind der Motor, mit dem wir in die Welt gehen. Als Kleinkind bedeutet Spielen: LERNEN. Wenn wir älter werden - manchmal bereits im Kindergarten - hören wir: Hör auf zu spielen, und lerne erst mal was.
"Erst die Arbeit, dann das Vergnügen".
 
Diese untrennbare, begeisternde Einheit wird entzweit. Im Grunde ist das ein drastischer Einschnitt, der uns verwirrt. Der uns zwiespältig macht. Wir trennen Vernunft von Begeisterung und unbändiger Freude, um still zu sitzen. Gerade zu sitzen. Angepasst zu sein. Und dafür werden wir gelobt mit Zuwendung, Süßigkeiten, guten Noten und Status. Nichtfunktionieren bringt entsprechend negative Konsequenzen mit sich. Diese fühlen sich wie eine Ausgrenzung an, wenn wir nicht zum Rudel passen. Und das Wiederum ruft Schmerz hervor, da das Gehirn reagiert, wie auf eine echte Verletzung. Das wollen wir nicht!
Belohnungen wiederum rufen im Hirn eine wohlige Zufriedenheit hervor, und dadurch gehen wir auch unbewusst Kompromisse ein: Ich passe mich an, und dafür bade ich in Belohnungsgefühlen. Da diese jedoch nicht lange vorhalten, muss ich mich eben öfter belohnen (lassen). Wir süchteln auf vielen Ebenen mehr oder weniger - und schnelle Konsummöglichkeiten (Suche im Außen) helfen uns, die Unzufriedenheit in uns sehr schnell zu unterdrücken. DAS ist das, was wir momentan als NORMAL erleben.
 
So wird ein guter Konsument geformt. Gut gekleidet und mit allem bestens versorgt, was man so braucht. Doch in uns drin leiden wir unter der Trennung, der Zwiegespaltenheit. Wir leiden unter den Müllbergen des schnellen Konsums. Wir leiden unter fehlender Verbindung und sehnen uns nach Freude - irgendwas war da doch noch? Ja, als Kind ist man ein unrealistischer Träumer, der von der Realität noch nicht weiß...
 
Stimmt das? STIMMT DAS?
Du bist immer noch das Kind. Fühle das.
 
Viele unserer Probleme kommen daher, dass wir nicht sind, wer wir sind. Dass unser Potenzial in uns vergraben ist, und auf das Rentenalter wartet. Dass die "Vermeidung von Ausgrenzung" wichtiger ist als Vertrauen, wichtiger als die unbändige Neugier und die Welt aus vielerlei Blickwinkeln zu sehen. Dass wir uns oft selbst nicht vertrauen in den Gefühlen und der LUST in uns.
 
Ja - viele Jahre haben uns geformt. Und es braucht eine Zeit, diese Identität zu "verlernen", denn sie gab uns auch Sicherheit. Die dürfen wir uns nicht einfach so rauben. Gib Dir Zeit, die Du brauchst.
 
Und gerade, wenn Du Stress hast. Beziehungen scheitern, Du Dich suchend und unsicher fühlst, oder auch wenn Dein Körper in Mitleidenschaft gezogen ist:
WACHE AUF! Würdest Du Dir nur wirklich wirklich erlauben, Deiner spielerischen Freude zu folgen und Dich neugierig zu öffnen, was noch ungewohnt ist.... du fändest alles wieder, was Du zur Seite gelegt hast.
 
Jeder Schritt ist ein Stück Freiheit - für DICH. Und in dieser Freiheit wirst Du ein Geschenk für die Menschen, die Du liebst.
Ich kenne diesen Weg nur zu gut... und deshalb liebe ich es, Menschen auf dem ihren ein Stück zu begleiten. Denn es darf einfacher gehen, als lange Jahre über etwas zu reden und die Zukunft ist das, was Du genau jetzt gestalten kannst.
Sobald Du offen lauschst, findest Du das Passende. Das wünsche ich uns allen! Gehe Deinen Weg und bereichere uns!
 
Möge Dein Herz Dich leiten.

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