Wildes Fühlen?

Dieser Ausdruck kam zu mir.. wild at heart! Was könnte denn "wild im Herzen" sein?

 

Und zuerst... was bedeutet "wild"?  Vielleicht macht Dir diese Aussage Unbehagen, vielleicht spricht sie Dich an. Vielleicht verbindest Du wild mit ungezügelt und hemmungslos? Was macht das mit Dir?
Ich persönlich mag dieses "Wilde".. als Kind liebte ich nicht nur Pippi Langstrumpf, sondern auch die rote Zora. Ich habe dazu das Bild einer Piratin im roten Rüschenkleid mit Kopftuch vor mir, die auf Augenhöhe mit ihrem Herzens-Piraten im Namen der Freiheit und der Liebe über die Meere schippert.

 

In unserer Gesellschaft wachsen wir sehr strukturiert und vernünftig heran. Wir lernen, mit welchen Prioritäten wir gut im Leben stehen, was von uns verlangt wird und wie Dinge sein sollen. Was "man" macht und was "man" nicht macht.Das beinhaltet auch den kontrollierten Umgang mit Gefühlen. Sich im Griff haben. Das Gesicht wahren. Und auch: Professionell sein. In führenden Positionen z.B., und überall da, wo wir definierte Rollen leben.

Die rote Zora hat sich also mehr und mehr ins Unterdeck verzogen.. Kindheitsphantasien eben!

 

Gleichzeitig verhalten sich Kinder heutzutage sehr unruhig und zappelig. Haben weniger Respekt vor Lehrern und Eltern... ist das wirklich nur eine Folge von Medienkonsum und zu wenig qualitativem Erlebnisraum? Was ist mit der Rollenverunsicherung von Männern und Frauen? Dem Streben nach Selbstverwirklichung in Arbeitsfeldern?

Den Unruhen in der Welt? Was rebelliert da? Kommt es etwa aus dem "Unterdeck"?

 

Aus meiner Sicht gehören diese Phänomene zu einem gewaltigen Umbruch. Dieser geht in der Tiefe um eines: Es geht um das Echte. Das WAHRE. Es geht um Vertrauen ins Fühlen, weil sich da etwas aus sich selbst heraus entfalten will - mit dem gleichzeitigen Wunsch nach Verbindung. Jeder Mensch hat etwas Spezielles.. als Kind sind wir noch sehr verbunden damit!

 

 

Prof. Dr. Hüther sagt, dass wir uns in einer Objektivierung bewegen, die wir anerzogen bekamen

 

Viele Menschen fühlen sich alleine und haben den Kontakt zu sich und damit zu anderen Menschen verloren. Die vielen Instanzen im Außen, die Erzieher und "Autoritäten", die Medien, Konzepte und Definitionen.. wir ziehen unsere Handlungsspielräume aus dem Wissen anderer, von außen. Beobachte und fühle mal in Deine Sprache. Stimmt das alles, was Du erzählst? Ist das wirklich wahr?

 

Sobald wir "ÜBER" reden, kommunizieren wir Beobachtungen, Erwartungen und Vorstellungen. So machen wir uns zu Objekten. Objekte sind getrennt von dem, was geschieht. Sie haben keine Verbindung.

Wie hat es sich angefühlt, als Du das letzte Mal ÜBER ETWAS gesprochen hast?

 

Fühlst Du den Unterschied, VON DIR aus Deinem Fühlen heraus zu sprechen? Damit gibst Du etwas von Dir, was der Andere (auf)greifen kann. Worauf er sich beziehen kann.

 

Jetzt wird's wirklich wild: Wenn etwas aufbricht, zusammenbricht, dann will es einfach nur "echt" werden

 

Fühl mal ganz echt in Dich - was ist da los? Nichts, was in Dir ist, kann auf Dauer zurück gehalten werden. Die meiste Kraft kostet es Dich, wenn Du nicht annimmst, was in Dir "wirklich" wirkt und Du Ersatzhandlungen generieren musst... Du erkennst das, wenn Du oft mies gelaunt, wütend, traurig, erschöpft, enttäuscht etc. bist. Wenn Du erklärst oder vielleicht sogar Vorwürfe in Dir  hast. Mach Dir bewusst: auch wenn Du etwas zurück hältst, kommt es als verzerrte Energie nach draußen. Hab keine Angst vor Deinem Fühlen!

 

Ganz oft wird dieser innere Tumult falsch interpretiert, gerade weil es sich hier um Befürchtungen und verletzten Anteilen dreht. Daraus entstehen die sich selbst erfüllenden Prophezeihungen. Willst Du das wirklich? Beende das - Jetzt!

 

Gefühle sind wie ein fließender Strom in Dir. Nimm es wahr, ohne den einzelnen Strömungen und Felsen einen Namen zu geben. Vielleicht ist es ein ruhiges Strömen, oder ein Wildwasser. Fühle einfach die Qualität. Öffne Dich dafür, was es Dir bedeutet. Im Moment des Fühlens bist Du verbunden. Mit Dir, dem Leben und dem Anderen. Ursprünglich und frei. Fühlen ist Freude! Genauso wie Anteilnahme, Und das ist es, was für mich "wild" bedeutet:

 

Wahrhaftig

Intuitiv

Lebendig

Deutlich

 

Spannend ist es,  dass sich durch Dein reines Fühlen einige Dinge wie von selbst lösen.  Du musst also nicht mehr über alles reden und Du spürst dabei, wie sich Dein Energiefeld zu harmonisieren beginnt. Wenn etwas gesehen werden will und hängen bleibt, mitgeteilt werden will, dann tust Du es. Übernimm dabei Verantwortung für Dein Fühlen, auch wenn sich das ungewohnt anfühlt. Es geht ohne Schuldzuweisung und Drama, dafür sehr präsent. Gleichzeitig kannst Du immer besser wählen, positive Impulse zu betonen, um Dein Leben in mehr Leichtigkeit und Fülle zu transformieren. Denn das ist die Wahrheit: Mit dieser Freiheit wandelt sich Deine Wahrnehmung. Und Dein ganzer Ausdruck im Sprechen und in der Erscheinung!

 

Wie wäre es, denn selbst "wild, frei und wunderbar" zu sein?

 

Orientiere Dich stets am Gefühl, selbst wenn zunächst Emotionen an der Oberfläche sind. In dem Du Dich für Dein wahres Fühlen öffnest, machst Du Dich zum Steuermann oder Steuerfrau Deines Lebens. Und da bin ich selbst wieder bei der "roten Zora" und ihrem Helden der Meere angelangt.. Das war spannend, wie diese "verbannte" lebendige Energie in mir wieder zu pulsieren begann... sie war nie weg und gehört einfach als innere Kraftquelle zu mir.

 

Wenn Du Emotionen in ein freies Lebensgefühl wandeln und Dich an den Fluss des Lebens anbinden willst, dann schreib mir gerne, wenn Du Fragen hast. Lang verdrängte Anteile fühlen fühlt sich oft beängstigend an... wie eine fast unüberwindliche Hürde. Ich zeige Dir, wie Du sie ganz liebevoll annimmst, wodurch Dein Leben an diesen Stellen wieder in Fluss kommt. Erlaube Dir innere Freiheit - dahinter ist reine "wilde" Liebe!

 

Herzliche Grüße,

Deine Annette

 

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